iTunes, iTunes Match und meine Unfähigkeit Statusfenster zu lesen

Ich oute mich.
Ja, ich nutze iTunes.
Außerdem bin ich Nutzer von iTunes Match der ersten Stunde (oder besser gesagt der ersten Minute) seit es in Deutschland verfügbar ist. Allerdings habe ich, wie wahrscheinlich jeder iTunes-Nutzer, auch meine Probleme mit iTunes. Ein solches Problem hat mich letzte Woche erwischt.


Doch vom Anfang an:
iTunes funktioniert für mich nur in Verbindung mit iTunes Match. Momentan habe ich 4 Macs und 3 iOS-Geräte aktiv in Verwendung. Nur mit iTunes Match kann ich meine Musikbibliothek nutzen, ohne dass ich die Library auf jedem Gerät lokal gespeichert haben muss. Sicherlich gibt es hierfür auch noch andere Varianten. Wenn alle Rechner im gleichen Netzwerk wären, würde ich auch über einen lokalen Streamingdienst nachdenken. Da dies aber nicht der Fall ist nutze ich Apples bequemes Angebot.

Allerdings ist es so, dass bei der Aktivierung eines Rechners dieser mit einem iTunes-Account verknüpft wird. Ändert man diesen Account, um beispielsweise im US-Store einzukaufen, wird auch diese Verknüpfung geändert und man kann 90 Tage nicht zurück wechseln. Und in eben diese Falle bin ich getappt. Nachdem ich per Mail informiert wurde, dass eine neue Folge meines Serienstaffelpasses im US-Store verfügbar ist, wechselte ich den Account und konnte danach nicht mehr mit dem deutschen Account iTunes Match verwenden. Man wird natürlich von iTunes vorgewarnt, dass dem so ist, aber man kennt das ja: So lange bestätigen, bis kein Popup mehr da ist…

Per Internetsuche fand ich nun folgende Email-Adresse: internetservicesitunes_de@euro.apple.com

Am 02.05.2013 habe ich mich an diese Support-Adresse gewandt. Am Samstag, den 04.05.2013, kam folgende Antwort:

Ich habe das verknüpfte Gerät  von der Apple ID entfernt. Sie können das Gerät nun mit Ihrer Apple ID  verknüpfen. Bitte beachten Sie, dass dies eine Ausnahme zu den Geschäftsbedingungen des iTunes Store darstellt, in denen Folgendes festgelegt ist: “Sie dürfen ein Verbundenes Gerät nur einmal innerhalb eines Zeitraums von 90 Tagen auf ein anderes Konto wechseln.”

Ein Hoch auf den Apple-Support. Es funktioniert wieder!

 

 

April 2013

Viel habe ich nicht geschrieben, die letzten Tage.
Ende März und Anfang April hatten es in sich. Von verschiedenen beruflichen Aufgaben, die mich viel Zeit und Kraft gekostet haben, möchte ich hier besser nicht schreiben. Gehen wir doch gleich zum Schöneren über.

Die Osterfeiertage hat unsere Familie in vollen Zügen genossen. Karfreitag im Indoorspielplatz (Hörsturzgefahr), Ostersonntag Omi’s Sauerbraten mit anschließendem Nest-Suchen und zu guter Letzt am Ostermontag die ersten Sonnenstrahlen im Wald erhaschen. Ideale Voraussetzungen um die anschließende Arbeitswoche zu meistern.

Letzten Samstag hatte Elias seinen großen Tag. Nun ist unser Kleiner auch schon drei Jahre. Der Standardspruch “sie werden ja so schnell” groß scheint wirklich zu stimmen.

Nun bin ich dabei, mich Tec-Mäßig wieder auf nen vernünftigen Stand zu bringen. Der Zähler von Instacast zeigt an, dass einige Podcasts nachzuhören sind. Mal sehen, wie ich diese “abarbeiten” kann.

OS X Mountain Lion 10.8.3

Lange hat es dieses mal gedauert. Am 19. September 2012 wurde 10.8.2 veröffentlicht. Heute, fast sechs Monate später, lässt Apple den dritten Berglöwen von der Leine. 10.8.3 ist nun nach gefühlten 200 Beta-Releases endlich für die Allgemeinheit zugänglich.

 

Das beim MacBook Pro Retina 567 MB große Update lässt nun iTunes-Geschenkkarten über die Kamera einlösen, Boot Camp Unterstützung für Windows 8 und einiges mehr. Der berüchtigte file:/// Bug wurde ebenfalls gefixt. Die vollständige Liste hat Apple wie gewohnt in einem Supportdokument veröffentlicht.

iCloud-Probleme
Schmerzfrei lief (bzw. momentaner Status wäre besser gesagt “läuft”) der Updateprozess aber nicht ab. Viele Nutzer klagen über iCloud-Probleme, welche auch auf schon auf der Statusseite von Apples iCloud-Service bestätigt werden. So ist teilweise weder ein Login über icloud.com noch über das Email-Programm oder den Kalender möglich.


SMC- und Safari Update
Zeitgleich mit OS X 10.8.3 wird für die MacBook Pro Retina Modelle ein SMC-Update angeboten, welches (endlich/hoffentlich) die Lüfterprobleme beheben soll. Nach der Installation sollte im Systemprofiler die SMC-Version 2.3f35 angezeigt werden.

Die ersten Minuten mit Safari 6.0.3 geben mir das (subjektive) Gefühl, dass der Browser schneller geworden ist.

Alfred 2

Für mich DAS must have Programm am Mac ist in der Version 2 erschienen.

Die Rede ist von Alfred, meiner Meinung nach die bessere Spotlight-Alternative. Jedes Programm, jede Kalkulation, jedes pdf, ja einfach alles öffne ich über die Alfred-Tastenkombination alt+space.
Eine enorme Zeitersparnis im 10-Stunden-Büroalltag am Mac.

Ich verwende Alfred in der kostenlosen Variante. Das angebotene Powerpack kostet als Einzellizenz £15 und bietet die Integration von zum Beispiel iTunes und 1Password. Dies brauche ich persönlich nicht. iTunes wird im Büro nicht verwendet und 1Password brauche ich auch nicht jede Stunde.

Frühling

Frühling.
Ja, wo is er denn?
Ja, wo bleibt er denn?
Ich weiß es nicht und es wird in diesem Blog-Beitrag auch keine Antwort darauf geben.
Leider.

Ich mag den Winter eigentlich.
Schöne Schneewanderungen bei strahlend blauem Himmel können soooo (mit vier “o”) schön sein. Aber das was wir hier momentan haben, ist nicht mehr schön.
Wenn man eine Nachrichtensendung anschaut, sieht man einen ollen Schornstein, aus welchem entweder weißer oder schwarzer Rauch kommen soll. Weiß oder schwarz – auch nichts anderes als grau… Wenigsten hier könnte die Kirche mal Erneuerung zeigen und die Gläubigen (und die Millionen anderen, die das angeblich schauen bzw. interessiert) mit einem farbenfrohen frühlingsgrünen Rauch erfreuen.

Aber nein, auch der Vatikan weigert sich gegen Farben.

Alles trist und grau.
Das Auto ist ständig schmutzig und mit Eiszapfen bestückt.

Ich beantrage Frühling.

Hier und jetzt.

Danke.

Happy Birthday AppleTV

Die dritte Generation AppleTV wird heute 1 Jahr alt. Happy Birthday auch von mir und noch ein riesiges Dankeschön hinterher.

Sicherlich wird viel geweint über fehlende Funktionen. Immer wieder liest man im Netz die Rufe nach

- Unterstützung von weiteren Videoformaten
- Internet-Browser
- externe Festplatten via USB

und so weiter. Die Liste kann noch fortgeführt werden, ist aber für mich uninteressant. Ich mag AppleTV so wie es ist. Über den Content kann man anderer Meinung sein. Aber dies ist nicht ein AppleTV Problem sondern ein allgemeines Problem in Sachen iTunes-Store. Wenn Apple Filme/Serien beispielsweise nicht im O-Ton oder zu teuer anbietet, ist das nicht nur am AppleTV sondern auch in iTunes so, oder nicht? Hier könnte Apple nachbessern, oder auch weitere Apps ins AppleTV iOS einfließen lassen, wie es im Januar 2013 erst mit dem Dienst watchever geschehen ist. Watchever ist ein Schritt in die richtige Richtung, auch wenn ich den Dienst nicht weiter als die 30 Tage Gratis-Test-Zeit genutzt habe. Denkbar wären z. B. auch Fußballspiele per pay per view so wie es bereits für US-Baseball angeboten wird.

Die wichtigste Funktion des AppleTV für mich ist die des Airplay-Empfängers. Zu 90 % bekommt AppleTV von mir die Inhalte vom iPhone oder vom MacBook Pro über Airplay geschickt. Unser Sohn weiß es nicht, aber er liebt AppleTV, weil wir auch dann das tägliche Sandmännchen schauen können (Dank App “Unser Sandmännchen”), wenn wir es nicht rechtzeitig zum Ausstrahlungstermin auf das Sofa schaffen.

Das selbe gilt für mich, weil ich es einfach zeitlich nicht schaffe um 20:15 Uhr für beispielsweise den Tatort vor der Glotze zu sitzen. Die ARD-Mediathek in Verbindung mit Airplay macht es möglich, dass ich ohne Kabelsalat den Tatort auch auf 50 Zoll und nicht nur am iPhone-Display bzw. 15 Zoll Monitor schauen kann.

Ohne AirPlay wäre AppleTV, wagen wir uns mal weit aus dem Fenster heraus, sein Geld nicht wert – wenn nicht sogar unnötig. Ich bilde mir ein, das beurteilen zu können. Seinerzeit habe ich AppleTV 1st Gen gekauft. Mit dem Wissen, dass bald die zweite Generation (ohne interne Festplatte) veröffentlicht wird. Ich bildete mir ein, diese Festplatte zu brauchen um beispielsweise die Fotomediathek immer griffbereit zu haben, ohne dass ein Mac an ist. Von AirPlay hatte ich aber noch nichts gehört und konnte demnach auch nicht einschätzen, dass nur AirPlay das Killerfeature ist. In meiner langen Apple-Einkaufsliste war diese erste Generation AppleTV der einzige Fehlkauf.

Mein Fazit ist also: Danke AppleTV. Ohne dich könnte ich meine GEZ Gebühren nicht mal ansatzweise nutzen. Alle Features nach denen gerufen wird sind problemlos über AirPlay umzusetzen – so lange der Haushalt schön in einer Apple-Umgebung gehalten wird.

Eine Bitte aber noch an alle Programmierer: Nutzt dieses Airplay doch bitte. Real Racing 2 war der AirPlay-Wahnsinn schlechthin. Warum nur wurde Real Racing 3 ohne AirPlayunterstützung veröffentlicht. Unbegreiflich, oder?

EasyCap

Immer wieder liest man in Kleinanzeigen von Angeboten die altes Videomaterial, wie zum Beispiel VHS-Kassetten, digitalisieren. Von meinen ersten Bühnenerfahrungen als Musiker gibt aus den Jahren 1995 auch diverse VHS-Aufnahmen. Den dazu benötigten Videorekorder um die Kassetten abzuspielen gibt es jedoch schon lange nicht mehr.

Seit Juli 2011 treffen wir 6 Jungs von damals uns immer wieder mal um die alten Zeiten noch mal aufleben zu lassen, soweit es die Zeit familien- und berufsbedingt zulässt. Auch drei Konzerte haben wir mittlerweile als Pseudo-Reunion zum Besten gegeben. Ein Video davon gibt es beispielsweise bei Youtube (allerdings ohne Ton, da uns hier eine Musikverwertungsgesellschaft einen Strich durch die Rechnung gemacht hat…)

Doch zurück zu den alten VHS-Aufnahmen:

Da ich in der Band der Nerd mit dem meisten Halbwissen bin, wurde ich dazu auserkoren mich um die Digitalisierung zu kümmern. Letzten Samstag haben wir kurzerhand vom Keyboarders Vater den alte Videorekorder vom Dachboden gekramt, entstaubt und in unser Wohnzimmer geschafft. Außerdem zwei Kartons Pizza vom Italiener aus dem Nachbarort und eine Kiste lecker Pahres. Hinzu kam ein kleines Stück USB-Hardware, das mich wirklich umgehauen hat: EasyCapDC60.

Anfangs war ich skeptisch, als ich die beiliegende Treiber-CD gesehen habe. Natürlich alles nur Windows-only. Von Macintosh war in Sachen unterstütztes Betriebssystem nichts zu lesen. Nachdem ich aber das Kabel am Mac angeschlossen hatte, wurde es in den Audiosystemeinstellungen sofort erkannt. Den Ton zu grabben war also schon mal kein Problem.

Eine kurze Google-Suche stieß mich dann auf EasyCapViewer 0.5.5.
Und obwohl der gerade mal 512kb große (Freeware) Download noch nicht mal die Versionsnummer 1.x erreicht hat, funktioniert diese Software wirklich prächtig. Die Qualität der Videodatei ist gut (allerdings ist das Ausgangsmaterial nicht mehr das Beste).

Von mir eine klare Kaufempfehlung für das Kabel easycap DC60 (Amazon Link). Viele, viele weitere Stunden an Videomaterial warten auf Digitalisierung.